Anbauratgeber Ackerbohne

Wolfgang Sauermann und Olaf Sass
Erstellt: 27.10.2021
Der Anbau von Ackerbohnen ist für viele Betriebe aus pflanzenbaulicher Sicht mit Blick auf die Fruchtfolgewirkung interessant. Veredelungsbetriebe haben zunehmend den Wunsch, die Versorgung mit pflanzlichem Eiweiß aus eigener Erzeugung zumindest anteilig sicher zu stellen. Heimische Körnerleguminosen, und somit auch die Ackerbohne, können auf den ökologischen Vorrangflächen im Rahmen des Greenings angebaut werden. Der Gewichtungsfaktor beträgt 0,7. In mehreren Bundesländern gibt es zudem Förderprogramme, mit denen unter anderem auch der Anbau von Körnerleguminosen gefördert werden soll. Sie beinhalten zum Beispiel vielfältige Fruchtfolgen unter Einbeziehung von Körnerleguminosen. Alles in allem haben diese Maßnahmen die Anbauflächen in den letzten Jahren ansteigen lassen. Ackerbohnen verlangen eine gründliche Bodenbearbeitung. Die Erfahrungen der Autoren zeigen, dass Ackerbohnen nach einer Mulchsaat ganz ordentlich wachsen, nach einer Pflugsaat allerdings besser. In der Regel sind die Erträge dann auch sicherer und die Ertragsleistungen höher. Aber es gibt auch andere Erfahrungen, und insofern sollten sich die Betriebe an das eine wie an das andere Verfahren herantasten und letztlich ihre eigene Meinung dazu bilden. Vom Grundsatz her können und sollten Ackerbohnen möglichst früh ausgesät werden. Die Sommerackerbohnen, um die es in dieser UFOP-Praxisinformation geht, haben eine Frostverträglichkeit bis etwa –5 Grad Celcius.

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AutorInnen: Wolfgang Sauermann und Olaf Sass
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