Kalttest für Soja-Saatgut

Kristina Bachteler
Veröffentlicht: 22.02.2022
In Jahren mit kaltem oder nasskaltem Frühjahr nach der Saat ist es besonders wichtig, dass das Soja-Saatgut eine hohe Triebkraft hat, da sonst ein niedriger Feldaufgang die Folge ist. Bei der Berechnung der Aussaatmenge wird bisher i.d.R. nur die auf dem Saatgutsack (Etikett) angegebene Keimfähigkeit verwendet und die Triebkraft außer Acht gelassen. Standardmäßig wird die Keimfähigkeit einer Saatgutpartie mit einem Test in Sand 25 °C über 8 Tage unter optimalen und standardisierten Bedingungen festgestellt (ISTA Methode). Diese Temperaturen sind weit entfernt von 8 – 10°C Bodentemperatur wie sie in der Praxis vorkommen können. Um die Untersuchung an die Realität anzupassen, wurde der sogenannte Kalttest (Triebkrafttest) entwickelt, der bisher vor allem beim kälteempfindlichen Mais Anwendung findet. Durch diesen Test unter erschwerten Bedingungen wird nicht nur die Keimfähigkeit bei optimalen Bedingungen erfasst, sondern auch das Keimverhalten bei niedrigen Temperaturen geprüft. Dieser Test ist für Saatgutvermehrer allerdings gesetzlich nicht vorgeschrieben. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestkeimfähigkeit wird durch den Keimtest unter optimalen Bedingungen ermittelt. Nähere Informationen finden Sie in dieser Taifun - Broschüre.

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Autoren: Kristina Bachteler
Acknowledgement: Gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft aufgrund des Beschlusses des Deutschen Bundestags im Rahmen der Eiweißpflanzenstragtegie.

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